Warum bin ich ständig erschöpft, obwohl medizinisch alles in Ordnung ist?
Irgendwann kommt dieser Satz.
Ganz leise.
Oder sehr deutlich.
„Ich bin einfach nur noch müde.
Und niemand findet etwas.“
Die Werte passen.
Die Untersuchungen sind unauffällig.
Und trotzdem fühlt sich der Alltag schwer an.
Nicht dramatisch.
Nicht akut krank.
Aber wie ein Zustand, der sich langsam eingeschlichen hat und nicht mehr weichen will.
Viele beschreiben dann:
eine innere Unruhe trotz Müdigkeit
schlechten Schlaf
Gereiztheit
das Gefühl, nur noch zu funktionieren
den Wunsch nach Rückzug
und gleichzeitig das schlechte Gewissen, nicht mehr leistungsfähig zu sein
Diese Form der Erschöpfung ist medizinisch schwer greifbar.
Weil sie nicht nur im Körper entsteht.
Sondern in einem Zusammenspiel aus Nervensystem, innerem Druck, unbewussten Spannungen und dauerhafter Anspannung, die oft schon sehr lange besteht.
Der Körper läuft dabei in einem Hintergrundprogramm, das eigentlich für Ausnahmesituationen gedacht ist.
Nicht für Jahre.
Man könnte sagen:
Das System ist ständig auf Empfang, aber nie wirklich in Ruhe.
Wie ein Handy, das nie ganz aufgeladen wird, weil im Hintergrund dauerhaft Energie verbraucht wird.
Diese „unsichtbaren Verbraucher“ sind häufig:
übernommene Verantwortungen
alte innere Spannungen
Beziehungsthemen, die nie wirklich zur Ruhe gekommen sind
frühe Anpassungsleistungen
ein Nervensystem, das Sicherheit verlernt hat
Solange diese Zusammenhänge nicht erkannt werden, helfen weder mehr Schlaf noch Urlaub noch Nahrungsergänzung dauerhaft.
Der Körper versucht nicht, krank zu sein.
Er versucht, mit einer Dauerbelastung zurechtzukommen.
Und genau hier beginnt eine andere Art von Begleitung.
Nicht über das Symptom.
Sondern über die innere Ordnung, die dem Körper wieder erlaubt, in Regulation zu gehen.
In meiner Praxis erlebe ich häufig, dass sich bereits nach wenigen Sitzungen spürbare Veränderungen zeigen.
Menschen berichten, dass sie wieder besser schlafen, sich innerlich ruhiger fühlen, klarer denken können und körperliche Beschwerden an Intensität verlieren.
Nicht, weil am Symptom „gearbeitet“ wird.
Sondern weil das Regulationssystem wieder Sicherheit wahrnimmt.
Wenn du dich in dieser Beschreibung wiederfindest, ist das kein Zeichen von Schwäche.
Sondern ein Hinweis darauf, dass dein System sehr lange sehr viel getragen hat.
Und dass es vielleicht an der Zeit ist, nicht mehr nur zu funktionieren, sondern zu verstehen, was dich in dieser Erschöpfung hält.
Mit genau diesen Themen arbeite ich in meiner Praxis.
Einzelbegleitung ist vor Ort in meiner Praxis oder ortsunabhängig online per Zoom möglich.

